Bundesheer: 414 neue Unteroffiziere für das Bundesheer

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Bundesheer: 414 neue Unteroffiziere für das Bundesheer
Foto: HBF
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Bundesheer: 414 neue Unteroffiziere für das Bundesheer
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28 Feb 17:14 2025 von OTS Print This Article

Feierlicher Übernahme der Wachtmeister in das Bundesheer

Heute Freitag, den 28. Februar 2025, fand in Enns der militärische Festakt zur Übernahme der jungen Wachtmeister in das Bundesheer statt. 414 Unteroffiziere, darunter 23 Frauen, haben damit ihre 18-monatige Ausbildung abgeschlossen. Dies sind 20 Prozent mehr Unteroffiziere als im letzten Jahr. Der Festakt für die Berufs- und Milizsoldaten erfolgte im Beisein von Generalsekretär Arnold Kammel, dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Stanek in Vertretung des Landeshauptmanns von Oberösterreich und Generalstabschef General Rudolf Striedinger, auf dem Hauptplatz in Enns. Ein weiterer festlicher Punkt der Tagesordnung war die Beförderung des Kommandanten der Heeresunteroffiziersakademie, Oberst Klaus Klingenschmid, zum Brigadier.


„Kameradschaft, Tapferkeit und Standhaftigkeit in lebensgefährlichen Situationen - mit diesen Eigenschaften hatte sich der Tiroler Soldat Matthias Osterer im Ersten Weltkrieg mehrfach bewährt. Die Soldaten und Soldatinnen dieses Lehrgangs haben diese Eigenschaften von Matthias Osterer als ihr persönliches Vorbild ausgewählt. Doch es sind Eigenschaften, die eigentlich auch heute noch, mehr als ein Jahrhundert später, für das gesamte Unteroffizierskorps als Vorbild gelten. Daher freue ich mich, dass Sie als junge - aber doch schon erfahrene - Soldaten und Soldatinnen dies auch so sehen. Ich beglückwünsche Sie zur ihrer hervorragenden Leistung und der Aufnahme als Unteroffizier in das Österreichische Bundesheer“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.


Die neuen Unteroffiziere in den Bundesländern
Nach einer eineinhalbjährigen Ausbildung übernehmen die ausgemusterten Wachtmeister Verantwortung für die Truppe als Gruppenkommandanten bei Einsätzen im In- und Ausland und in der Ausbildung der Rekruten des Bundesheers in den verschiedenen Bundesländern. 324 Berufssoldaten (21 Frauen) und 90 Milizsoldaten (zwei Frauen) bestanden die Abschlussprüfungen der Unteroffiziersausbildung. Am Vortag fand in Enns die Ausmusterung statt. 106 der Berufs- und Milizsoldaten (davon 8 Frauen) stammen aus Niederösterreich, gefolgt von der Steiermark mit 64 Teilnehmern (davon eine Frau), danach reihen sich Salzburg mit 47 (drei Frauen), Oberösterreich mit 45 (vier Frauen) und Kärnten mit 44 (einer Frau) ein. Tirol folgt mit 21 (zwei Frauen), das Burgenland erhält 17 und Vorarlberg 12 (eine Frau) junge Wachtmeister.

Am Hauptplatz von Enns wurden sechs Absolventen - vier Lehrgangssprecher, die Frauenbeauftragte und ein Vertreter der Miliz - stellvertretend für alle Absolventen zum Wachtmeister befördert.

Die Beste des Jahrgangs kommt aus Salzburg von der Militärmusik Salzburg. Wachtmeister Cornelia Urban erreichte acht Auszeichnungen.

Generalsekretär Arnold Kammel überreichte an die Lehrgangsbeste den goldenen HUAk-Ring als sichtbares Zeichen für die erbrachte ausgezeichnete Leistung.

Jahrgangsname: Zugsführer Matthias OSTERER (1893 - 1930)

Die Absolventinnen und Absolventen der 8. Kaderanwärterausbildung wählten als Jahrgangsnamen „Zugsführer Matthias Osterer“. Matthias Osterer rückte 1914 zum k.u.k. Infanterie-Regiment Nr. 59 nach Salzburg ein, wurde zunächst zurückgestellt und im Mai 1915 nach Wels zum Landesschützenregiment Nr.I einberufen. Er diente an der Südfront und erhielt für seine geleisteten Einsätze alle Tapferkeitsmedaillen, darunter die Goldene für seinen Einsatz bei Monte Fontana Secca, südwestlich von Feltre gelegen, am 21. November 1917. Nach dem Ersten Weltkrieg diente er kurz in der Volkswehr, kehrte jedoch zu seinem Arbeitgeber die Firma Perlmoser AG in Kirchbichl zurück. Am 25. Februar 1930 verstarb er nach langer schwerer Krankheit.


Weitere Informationen zur Unteroffiziersausbildung: https://karriere.bundesheer.at/karriere/unteroffizier


Quelle: OTS



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