Innsbruck: Neue Wohnperspektiven

vonRedaktion International
MÄRZ 31, 2025

Innsbruck setzt auf innovative Wohnprojekte und moderne Vergaberichtlinien, um leistbaren Wohnraum zu schaffen. Neue Bauprojekte, nachhaltige Stadtentwicklung und digitale Lösungen sollen den Zugang zum Wohnen erleichtern.

Innsbruck ist flächenmäßig so groß wie Paris, doch nur 21 Prozent des Stadtgebiets sind bebaut. Der Großteil der unbesiedelten Fläche besteht aus wertvollem Naturraum, der die hohe Lebensqualität der Stadt prägt. Gleichzeitig führt die begrenzte Baufläche dazu, dass Wohnraum knapp ist. Um diesem Problem zu begegnen, setzt die Tiroler Landeshauptstadt auf gezielte Maßnahmen, die neue Wohnflächen schaffen und den Zugang zu leistbarem Wohnen sichern sollen. Ein zentrales Ziel der Innsbrucker Stadtregierung ist die Stabilisierung des Wohnungsmarktes. Dazu sollen leerstehende Wohnungen wiederbelebt und neuer Wohnraum geschaffen werden.

Wichtige Maßnahmen sind eine Leerstandsabgabe, ein Monitoring unbewohnter Objekte sowie rechtliche Schritte zur Aktivierung ungenutzter Grundstücke. Zudem wird verstärkt auf geförderten Wohnbau gesetzt: Bei Umwidmungen von Freiland in Bauland, aber auch in bestimmten Fällen bei höheren Bebauungsdichten müssen künftig rund 75 Prozent für leistbares Wohnen reserviert werden (Mehrwertregel).

Mit verschiedenen Maßnahmen wird darauf hingearbeitet, leistbaren Wohnraum zu schaffen und den Zugang dazu fair zu gestalten. Neben laufenden Bauprojekten stehen die Stärkung der Infrastruktur, der Erhalt bestehender Wohnquartiere sowie die Förderung neuer Wohnformen im Mittelpunkt. „Wohnen ist ein Grundrecht, und wir wollen sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer sozialen Situation Zugang zu leistbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum haben“, betont Vizebürgermeister Georg Willi.

Stadtentwicklung mit Weitblick

Das Stadtentwicklungsprojekt „Campagne Reichenau“ ist Innsbrucks größtes Wohnbauprojekt der vergangenen Jahre. Bis 2030 entstehen rund 1.000 Wohnungen sowie ein Sportzentrum mit Grünflächen. Seit der Planungsphase 2016 wird die Bevölkerung aktiv eingebunden, um Bedürfnisse frühzeitig zu berücksichtigen. Ein wichtiger Meilenstein war die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts mit 307 Wohnungen im Mai 2022. Der nächste Bauabschnitt mit rund 300 Wohnungen soll voraussichtlich 2028 folgen, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Neben Wohnraum liegt der Fokus auf Freiräumen und nachhaltiger Infrastruktur, um einen lebenswerten Stadtteil zu schaffen.

Quelle: Stadt Innsbruck

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