Innsbruck: Gemeinsam Nachbarschaft gestalten

vonRedaktion International
MÄRZ 31, 2025

Die ISD-Stadtteilkoordination, einer von vier Teilbereichen der Stadtteilarbeit der Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH (ISD), vernetzt und unterstützt vor Ort.

Die Stadtteiltreffs Wilten, Reichenau, Höttinger Au, Dreiheiligen/Saggen, Olympisches Dorf und Pradl vernetzen im Rahmen der Stadtteilkoordination Vereine, Gewerbetreibende, private Initiativen, kulturelle und soziale Einrichtungen, Kirchen und Politik sowie Stadtverwaltung. Dort werden Ideen und Lösungsansätze vor Ort entwickelt – gemeinsam mit Menschen, die in der Nachbarschaft leben oder arbeiten. „Wir kennen die Nachbarschaft und die beteiligten Stakeholder, wir wissen auch über die relevanten Themen Bescheid“, erklärt Stadtteilkoordinatorin Mag.a Maria Habernig-Fecht. Sie ist stellvertretende Bereichsleiterin der ISD-Stadtteilarbeit und Stadtteilkoordinatorin in Wilten.

Netzwerken

Stadtteilkoordination passiert in erster Linie im Stadtteil, ist aber nicht auf einen Stadtteil begrenzt. Die ISD-StadtteilkoordinatorInnen sind in zweiwöchentlichen Treffen miteinander im Austausch. Dazu kommen regelmäßige vom Amt für Stadtplanung, Mobilität und Integration organisierte Vernetzungstreffen mit der Stadtverwaltung. Dabei geht es um Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer immer „mit Blick auf die Menschen, die hier leben, wohnen, arbeiten, studieren oder zur Schule gehen“. Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht – sei es in Interessen, Meinungen, Bedürfnissen oder Generationen. Denn nur so lässt sich ein lebendiger und lebenswerter Stadtteil für alle gestalten.

Türen öffnen

Die Stadtteilkoordination sieht sich als Vermittlerin und Ermöglicherin. Indem sie Menschen zusammenbringt, Stadtteilthemen kommuniziert und zuständige Stellen nennt. Sie berät und unterstützt: „Wir bringen zusammen, was zusammenpasst“, verrät Habernig-Fecht. Zu den Aufgaben der Stadtteilkoordination gehört die Pflege von Kontakten zur Nachbarschaft, zum Beispiel über Veranstaltungen wie Stadtteilfeste, Stadtteilspaziergänge oder Pop-up-Cafés. „Wir müssen uns ein ganzheitliches Bild von unserem Stadtteil machen können. Das bedeutet, wir dürfen nicht nur darauf warten, dass Menschen, die uns brauchen, zu uns kommen. Wir müssen auch aktiv auf sie zugehen. Ihnen die Möglichkeit geben, uns kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen“, führt die Stadtteilkoordinatorin aus.

Vertrauen ist grundlegend für nachbarschaftliche Beziehungen. Wer sich vertraut, ist eher bereit, sich füreinander und damit auch für den Stadtteil zu engagieren. Jeder Stadtteil, jede Nachbarschaft hat ihre Eigenheiten. In manchen geht es um nachhaltige Mobilität, in anderen um Park- und Platzgestaltung, um Kindermitsprache oder um sichere Schulwege. In allen aber gilt: „Nur wenn wir an einem Strang ziehen, finden wir gemeinsame Lösungen.“ UI

Quelle: Stadt Innsbruck

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